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VERBAND – mehrteiliges Fotoprojekt

Plötzlich mussten wir zu Hause zu bleiben. Diese Isolation war ein gravierender Eingriff in mein Leben und meine künstlerische Arbeit. Für mich war es zwingend, dieser Isolierung etwas entgegenzusetzen.

Solidarität und Verbindungen zwischen Menschen sind für mich der einzige Weg aus dieser globalen Katastrophe.
In diesem Sinn habe ich während dem Lockdown ein Fotoprojekt gestartet, in dem Verbindungen zwischen Menschen im Mittelpunkt stehen.

Ich habe verschiedene Menschen aus meinem Umfeld eingeladen, sich von mir einzeln fotografieren zu lassen.
Mit der Absicht, alle einzelnen Portraits zu einem Gruppenbild zusammenzufügen. Daraus ergibt sich ein Zusammenspiel aus isoliertem Individuum und gemeinschaftlichem Zusammenhalt.

Das Projekt ist mehrteilig konzipiert. Es besteht aus mehreren Gruppenbildern von Netzwerken, die mir wichtig sind.
Neben den zwei bereits realisierten Gruppenbilder sind Weitere in Arbeit:
mit Künstler*innen aus der Schweiz, aus Berlin und aus Wien.

2020, fortlaufend seit dem Lockdown
Doris Schmid


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Zum beschrieben Foto-Projekt plane ich eine umfangreiche Weiterführung: Auf einer Website werden die Portraits der Künstler*innen versammelt. Jedes Portrait wird mit der Website der/des abgebildeten Künstlerin/Künstlers verlinkt. Alle beteiligten Kunstschaffenden können weitere Künstler*innen einladen, so dass die Website stetig wächst: Eine Plattform für Vernetzung und Präsentation. Analog zum Fotoprojekt “Verband” werden alle vor demselben Hintergrund von mir fotografiert.

Kunstwerk(e)

Verband (2020, fortlaufend seit dem Lockdown )
Doris Schmid
Foto
Die beiden bereits realisierten Gruppenbilder versammeln Musiker*innen aus dem „female:pressure“ Netzwerk und Freund*innen.

Alle Portraitierten setzen sich so in Szene/ins Bild, wie sie in diesem Moment der Corona-Zeit gesehen werden möchten: verkleidet, mit Instrumenten oder anderen Accessoires, in nüchterner Strassenkleidung oder vermummt mit Maske. Die portraitierte Person bestimmt das Bild von sich.

Alle sind vor demselben Hintergrund fotografiert, einer Mauer. Durch die Montage entsteht die Illusion einer langen Mauer, obwohl man gleichzeitig sieht, dass immer aus dem gleichen Blickwinkel fotografiert wurde. Es entsteht der Eindruck, als ständen alle gemeinsam zur selben Zeit am selben Ort.

Dadurch, dass ich alle einzeln fotografiere, steht die porträtierte Person jeweils im Zentrum des Bildes.
So befinden sich im montierten Gruppenbild alle Personen im Zentrum des Bildes. Alle auf gleicher Augenhöhe, gleichberechtigt. Eine Utopie der Welt nach Corona?
Fotografie
Digital Print
2,65 m x 0,30 m und 2m x 0,30 m

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