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Penelope/Anni

Penelope; 80 x 60 cm; Öl auf Leinwand; 2020
Penelope; Detail1
Penelope; Detail2

Anni; 140 x 110 cm; Öl auf Leinwand; 2020
Anni; Detail1

Für die Beschreibung zu den Bildern siehe Eingabe Kunstwerk(e)

2020
Christina Niederberger


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Beschreibung zu den Werkeingaben siehe Eingabe Kunstwerk(e)

Kunstwerk(e)

Penelope (2020)
Niederberger Christina
Malerei
Meine Bilder sind gemalte 'Übersetzungen' des Vokabulars der Moderne in eine textile Formensprache. Die Komposition von 'Penelope' basiert auf einem Bild von Mondrian, das ich in eine Webstruktur umgesetzt habe, welche so detailliert gemalt ist, dass sie beinahe das eigentliche Gewebe der Leinwand illusionistisch wiedergibt. 'Penelope' habe ich während der Corona Ausgangssperre gemalt. In dieser Zeit wurde für mich die Geschichte des täglichen Webens und nächtlichen Entwebens von Penelope in Homers Odyssee zu einer Metapher für einen Schaffensprozess, dessen Zweck es ist Zeit auszufüllen. Ein Symbol der Überbrückung, des Aufschubs und Wartens – ein Warten jedoch nicht ohne die Hoffnung, dass diese Zeit vorübergehen wird, denn auch Penelope, entgegen aller Wahrscheinlichkeit, hat nie daran gezweifelt, dass Odysseus eines Tages zurückkehren wird.
Öl, Leinwand
Öl auf Leinwand
80 x 60 x 4 cm

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Anni (2020)
Niederberger Christina
Malerei
'Anni' ist eine Hommage an Anni Albers und ihren wegweisenden Beitrag zu einer Vereinigung des alten traditionell weiblichen Webhandwerks mit der (männlichen) Formensprache der Moderne. Mein Bild 'Anni' nimmt Albers' subversive Strategie auf – quasi im 'Rückwärtsgang' – statt echte Textilien produziere ich deren malerische Illusion in der (maskulinen) Tradition der Ölmalerei. Wie schon mit 'Penelope' (Werkeingabe 1) wurde für mich auch mit diesem Bild das gemalte 'weben' zu einem Mittel, die scheinbar stillgestandene Zeit während der Corona Krise in einen Arbreitsprozess zu übersetzen und so bildlich darzustellen. Der Schaffensprozess war langsam, repetitiv und meditativ: die 'Kette', gemalt in den Farben eines sich stets wiederholenden Regenbogens, dem allgegenwärtigen Symbol der Corona Krise; der 'Schuss', eine chaotische Ansammlung von generischen Formen des Bauhaus. Zusammen bilden sie ein gemaltes Gewebe aus eingeflochtenen Gedanken und Gefühlen der Corona Zeit in der Gegenwart.
Öl, Leinwand
Öl auf Leinwand
140 x 110 x 3 cm

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