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"Verwunschener Garten"

In diesem Bild vermischen sich verschiedene Assoziationen zur allgemeinen Besorgnis über die virale Bedrohung.
Die Stangen, Stäbe, Nadeln recken sich wie Hindernisse gegen die Invasion, die vom Ufer her erfolgt. Die stärksten im Vordergrund sind arg bedrängt und teilweise überwuchert. Wir befinden uns in einer Kampfzone von Natur gegen Kultur. Oder umgekehrt – lautlos fallen Stäbe zur Erde, wo sie sich festsetzen und vermehren möchten wie die Fallschirmchen des Löwenzahns und die Flocken der Weiden vor dem Atelier während des Lockdown (Trichometeorochoren). Zusammen mit den Viren aus den Aerosolen.

2020
Rosângela De Andrade Boss


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An windgeschützten Stellen können sie sich anhäufen wie Schnee im Winter. Zudem: Die beiden Elemente vermischen sich nicht, verformen einander nicht. Vielleicht gibt es gar keinen Konflikt. Und sie wirken zusammen, wie die Stangen als Kletterhilfe mit den Bohnen in Grossmutters Garten. Was fällt, was steigt? Wer agiert, wer reagiert? Handelt es sich um eine Momentaufnahme aus einer Sequenz?

Das Bild habe ich im Februar angefangen und fertig geworden ist es im Mai. Es gehört zu einer Reihe von Landschafts Zeichnungen mit Tusche und bunter Acrylfarbe, die ich letztes Jahr angefangen habe. (siehe: www.rosangelaandrade.ch -arbeit - landschaft II) Es ist aufgebaut aus mehreren Schichten von Schwarztönen. Die Pflanzen, die zu sehen sind, stammen von eigenen Fotos aus diversen fremden Gärten. Bitte aus der Nähe ansehen, es passiert viel.

Kunstwerk(e)

"Verwunschener Garten" (2020)
Rosângela De Andrade Boss
Zeichnung
Siehe oben.
Tusche & Acrylauf auf Canson Papier 300gr
Zeichnungen und Malerei
175 cm x 130 cm

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