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future friend

future friend ist eine Serie von installativen Arbeiten und ein tatsächlich schon langgehegtes Vorhaben. Mit Covid19 hat das Thema zusätzlich an Brisanz gewonnen. Nähe funktioniert momentan nur noch auf Distanz, wir müssen neue Wege finden für die Zukunft von Beziehung. Ich habe an Installationen gearbeitet, die Beziehungen, Verknüpfungen und das Echo zwischen Malerei und Skulptur untersuchen. Ich finde interessant, wie Netzwerke und Beziehungen aller Art zunehmend im Zentrum unseres menschlichen Daseins stehen. Digitalität und das Internet mit seinen unendlichen Informationen und Möglichkeiten haben Verbindungen und Referenzen vervielfacht und gleichzeitig in Distanz gebracht. Mit Corona ist dies noch verstärkt worden: Kommunikation ist in großen Teilen ins Digitale verlagert worden, während eine einfache Berührung oder körperliche Nähe schwierig werden. Das „Dazwischen“ hat eine neue Wertigkeit bekommen, das Zusammentreffen von Menschen, von Mensch und Gerät, von Mensch und Natur.

2020
Susanne Schwieter


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Kunstwerk(e)

future friend 1 (2020)
Susanne Schwieter
Malerei
Das Bild auf dem Spiegel ist ursprünglich ein Googlebild einer Umarmung. Ich habe es an „Inertia 3“ angedockt, was auch ein stark abstrahiertes Bild (auch ursprünglich eine Googlebild) von Körperteilen ist.
Auf Spiegeln zu malen ist an sich schon ein Vorgang, der sehr reflexiv ist, immer ist man selbst, das Atelier, die anderen Arbeiten mit im Bild.
Ölfarbe und Spray auf Acrylglasspiegel, Holzrahmen/Ölfarbe und Spray auf Leinwand
Malerei
9,54 kg / 11,1 kg
1,5 x 1,06 x 0,03 m / 1,85 x 1,5 x 0,03 m

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future friend 2 (2020)
Susanne Schwieter
Installation
Dies ist ursprünglich der Schnappschuss eines Rückens im Wasser, hier auf Spiegel gemalt. Der Spiegel spiegelt sich selbst in einem weiteren Spiegel und wird so zu einer fast skulpturalen Arbeit. Ich habe eine meiner tongues dazu gestellt: eine gebogene pulverbeschichtete Aluminiumarbeit, die den Vorgang der Zunge beim Sprechens als Form zeigt, hier die Silbe TAL. Wie auf dem Wasser wird alles reflektiert, es entstehen Abbilder und neue Realitäten.
Ölfarbe und Spray auf Acrylglasspiegel, Lattenrahmen/pulverbeschichtetes Aluminium
Malerei/Metallskulptur
18,9 kg / 28 kg
1,5 x 1,5 x 0,6 m / 1,92 x 0,9 x 0,55 m

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future friend 3 (2020)
Susanne Schwieter
Installation
Die beiden gebogenen Alubleche zeigen die Silben LN und TAL während des Sprechvorgangs, nunmehr als Silhouetten, unlesbar und eher die Erinnerung an etwas. Die Zeichnung im Print spiegelt dies, auch hier geht es um die Erinnerung und abstrakte Überhöhung von Zeichnung. Mich fasziniert die Form von Bewegung und zeichnerischer Geste und, dass sie etwas verspricht. Form und Silhouetten symbolisieren einen Abdruck des Verlangens.
Fine Art Print auf Hahnemühle Daguerre Canvas, lackierte Holzaufhängung, pulverbeschichtetes Aluminium
Fine Art Print/Metallskulptur
2 kg/21 kg/28 kg
0,8 x 0,8 x 0,04 m/1,45 x 0,9 x 0,18 m/1,92 x 0,9 x 0,55 m

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future friend 4 (2020)
Susanne Schwieter
Installation
Inertia ist der physikalische Begriff für Trägheit. „Inertia 2“ war ursprünglich das Googlebild eines Knies, was ich digital bis zu einem hohen Grad verfremdet habe, um es dann mehrfach zu malen. Als Arrangement mit einer Art Treppe, einer Wandzeichnung und „MHA“, einer Arbeit aus der Reihe "tongues" entsteht eine Inszenierung von Zeichen, es geht um das Bild vom Bild vom Bild. Die Silhouette setzt sich im andern fort und schafft neue Realitäten.
Ölfarbe und Spray auf Leinwand, Spray auf Wand, pulverbeschichtetes Aluminium uns Stahl, lackiertes Holz
Malerei/Zeichnung/Metallskulptur
9,54 kg/9,6 kg und 15 kg
0,8 x 0,8 x 0,04 m/1,45 x 0,9 x 0,18 m/1,92 x 0,9 x 0,55 m

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